Einbruchschutz durch Kette

…oder wie man sein Gewissen beruhigt

Man liest ja manchmal die abenteuerlichsten Geschichten über Einbrüche und Überfälle bei Wohmobilisten und man denkt es erwischt einen selbst nicht. Bis zu dem Zeitpunkt wo es wirklich einen erwischt und das Auto aufgebrochen wird. So geschehen bei unserer Nordkapp-Tour 2015. Wir hatten  Henry auf einem Parkplatz zentral an einem Einkaufszentrum in Göteborg abgestellt. Als wir nach etwa 2 Stunden zurück kamen,

Einbruch
Glasbruch

war die Dreieckscheibe auf der Beifahrerseite eingeschlagen und von dort die Seitentür entriegelt worden. Durch die Schiebetür hatten die Diebe das Auto wieder verlassen. Im Endeffekt war das Notebook inklusive der Kameraausrüstung geklaut – das Ganze hatte wahrscheinlich keine zwei Minuten gedauert und die Zeit ist auch der Ansatz eines wirksamen Schutzes. Das Blöde ist nicht der Verlust der ‚Hardware‘, sondern viel schlimmer die unwiederbringlich verlorenen Fotos und die seitdem anhaltende Angst wieder Opfer eines Überfalls zu werden. Dabei ist es im Grunde noch glimpflich abgelaufen – trotzdem sorgt der Vorfall für eine ziemliche Paranoia.

Als Konsequenz haben wir danach so ziemlich alles Wertvolle immer mitgenommen um nichts im Auto zu lassen. Die neue Kameraausrüstung ist ziemlich geschrumpft, damit man nicht soviel mitschleppen muss, anstatt Notebook tut es jetzt auch ein kleines Tablet welches in die Handtasche meiner Frau passt. Aber am meisten ärgert mich, dass man den Gedanken des Einbruchs nie wieder los wird…..

Daher der Gedanke mit der Kette. Diese Lösung hatte ich schon mehrfach im Internet gesehen, aber immer mit  einem Vorhängeschloss zum Verriegeln. Bis ich in einem YouTube-Video die Lösung mit der mittleren Abspannung gesehen habe – da wusste ich, das ist meine Lösung. Also zwei stabile Augenschrauben besorgt und in die beiden Türen eingebaut. Passende Kette mit Karabinern links und rechts eingehakt und mit einem kürzeren Stück Kette in der Mitte nach unten verspannen. Das geht ohne Vorhängeschloss und Schlüssel und sorgt für die entsprechende Vorspannung der Kette, sodass die Karabiner an der Tür nicht mehr ausgehängt werden können. Das bedeutet, selbst wenn die Seitenscheibe eingeschlagen wird, der Dieb bekommt die Tür nicht auf, er müsste dazu durch das Seitenfenster ins Auto. Das kostet soviel Zeit und Aufwand, dass der Dieb sich beim Anblick der Kette ein anderes Objekt sucht. Denn Zeit ist das, was die Brüder nicht haben. Grundsätzlich schützt die Kette nicht vor Einbruch, das ist mir klar. Wer reinkommen will, kommt auch rein – absolute Sicherheit gibt es da nicht. Für mich erzeugt die Kette auf jeden Fall ein beruhigendes Gefühl es einem evtl. Einbrecher nicht ganz so leicht zu machen.